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Rettung für Kröten und Frösche - Bericht aus der PNP vom 20.04.2020

Amphibienschutzzaun in Neureichenau aufgestellt

Neureichenau. Die Mitglieder der Ortsgruppe Bund Naturschutz Neureichenau Rosi Lichtenwald, Max Dittlmann und Tobias Dick machten auch heuer wieder einen Amphibienschutzzaun auf einer Länge von 750 Metern in drei Teilstücken an der Verbindungsstraße Riedelsbach nach Neureichenau. Ziel ist, die Amphibien gefahrlos über die Kreisstraße zu den Laichgewässern zu bringen.

Seit zwölf Jahren setzen sich die Drei für den Schutz der Kröten ein. Ihr Zaun steht vier bis sechs Wochen lang und muss täglich zweimal betreut beziehungsweise geleert werden (um 6 und 20 Uhr). Am Zaun entlang ist etwa alle 30 Meter ein zehn Liter Eimer vergraben, in den die Kröten fallen und dann wieder befreit werden.

Heuer ist das Ergebnis noch nicht ausgewertet. Der Zaun bleibt noch bis Ende der Woche stehen. Aber die drei Naturschützer rechnen mit ähnlichen Ergebnissen wie in den vergangenen Jahren: 2017 (721 Kröten und 10 Frösche), 2018 (940 Kröten und 3 Frösche), 2019 (765 Kröten und 10 Frösche). Es sind erstaunlich viele Bergmolche dabei (etwa 100 Stück), etliche Eidechsen und eine Ringelnatter.

Die Kröten-Weibchen tragen die Männchen auf dem Rücken. Nicht selten schleppt ein Weibchen zwei Männchen und ertrinkt wegen der Last im Wasser.

Mit dem bisherigen Ergebnis ihrer Schutzmaßnahme ist Rosi Lichtenwald sehr zufrieden. "Es ist schön, wenn man einen kleinen Beitrag zur Rettung der Amphibien leisten kann."