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Ausflug in den Rainer Wald

Nicht ohne berechtigten Stolz auf dieses wunderbare 240 ha große Naturareal
stellte Dr. Franz Leibl die Besonderheiten im Rainer Wald vor:
viele uralte Eichen, Linden, auch Bereiche mit Seggen und Roterle
Hier sieht man deutlich die Arbeit eines Spechtes
Diese bei einem Sturm gefallene Eiche konnte beim Erwerb der Fläche gerade noch vor der Brennholzverarbeitung gerettet werden. Der Hirschkäfer braucht genau dieses Totholz
Es wird sehr lange dauern, bis dieses Eichenholz vollständig verrottet ist. So lange kann hier der Hirschkäfernachwuchs heranwachsen.

Wo die Große Laaber in die Donau mündet, befindet sich der Rainer Wald. Dieser stellt das bedeutendste Naturwaldareal im Landkreis Straubing-Bogen dar und ist zugleich das größte Schutzgebiet im Eigentum des Landesbund für Vogelschutz (LBV). Viele seltene Tierarten finden in diesem FFH-Gebiet ihren Lebensraum.

Wanderführer war Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalpark Bayerischer Wald.
Er hat entscheidend mitgewirkt beim Ankauf dieser Waldflächen, und arbeitet heute noch mit bei der Pflege und der Umweltbildung in diesem naturnahen Auwald. Wir danken ihm, daß er sich die Zeit für die Führung genommen hat.

Bei der Übernahme  dieses noch sehr ursprünglich erhalten gebliebenen Areals vor ungefähr 10 Jahren war der Totholzanteil dennoch sehr gering. jedoch von besonderer Qualität:  dank der alten Eichen findet der stark bedrohte Hirschkäfer hier einen passenden Lebensraum.
Der Rainer Wald ist ein einzigartiger Lebensraumkomplex: hier finden sich 6 verschiedene Spechtarten, auch fast alle in Mitteleuropa beheimateten Fledermausarten leben hier beieinander.  Die einst heimische Flatterulme und die selten gewordene Pimpernuß wurden gezielt angepflanzt. Auch dem selten gewordenen Laubfrosch hat man mit einem neu angelegten Tümpel eine dauerhafte Heimat geschaffen.
Den Halsbandschnäpper konnten wir mehrfach hören,  der Kuckuck rief unüberhörbar.  Auch der Pirol war im vielfältigen Vogelgezwitscher gut auszumachen.
Erstaunlich kleinräumig wechseln sich im Rainer Wald die verschiedenen Waldtypen ab: Eichen-Hainbuchen-Gesellschaften wachsen z.B. nur wenige Schritte entfernt vom typischen Erlenbruch. Lehrpfade und Plätze des "Grünen Klassenzimmers" laden ein zu genauerem Erforschen dieses Natur-Kleinodes.